29.08.2011 von Helmut Strauß
Am 15. April 2011 hat mitten in Koblenz mit der BUGA eine vielversprechende Großveranstaltung ihre Tore geöffnet. Im Angebot der BUGA ist ein bunter Strauß an Beiträgen aus Natur, Wissenschaft, Gesellschaft und Kultur sowie natürlich üppiger Pflanzenpracht. Einer der Höhepunkte ist die spektakuläre Seilbahn über den Rhein, welche die Besucher von den innerstädtischen Ausstellungsbereichen „Kurfürstliches Schloss“ und „Blumenhof am Deutschen Eck“ zur „Festung Ehrenbreitstein“ bringt und dabei einen atemberaubenden Blick ins Obere Mittelrheintal bietet. Unter dem Slogan „Koblenz verwandelt“ haben zentrale, teilweise ungenutzte Freiflächen zur BUGA Koblenz 2011 ein neues Gesicht erhalten und es entstanden faszinierende Landschaften inmitten der Stadt. Die Besucher erwartet unter anderem ein nach Entwürfen des preußischen Gartenbaumeisters Peter Joseph Lenné rekonstruierter Schlossgarten, eine neue Parkanlage hinter dem Deutschen Eck mit Wasserspielplatz sowie ein großzügiger Landschaftspark an der Festung Ehrenbreitstein. An 185 Tagen werden zur blühenden Gartenpracht und einem Programm mit rund 3.000 Veranstaltungen und vielen kulturellen Ausstellungen zwei Millionen Besucher erwartet – inzwischen sind es schon über eine Million Besucher, was sicherlich als Rekord einzuschätzen ist!
Die BuGA bietet ein abwechslungsreiches Programm – von Musik über Lesungen bis zu Sport. Die Blumenhallen werden bei insgesamt 23 wechselnden Hallenschauen von Viva Balkonia über Rhododendron bis zu Kakteen und Sukkulenten eine erstaunliche Vielfalt präsentieren.
Im Mittelpunkt des Themenbereiches Freizeitgartenbau stehen Kreisläufe und gerade dort spielt der Kompostkreislauf eine entscheidende Rolle. „Erleben, begreifbar machen und spielerisch erschließen“, dies sind die Stichworte, unter denen BUGA die Bedeutung für natürliche Abläufe im Garten den Besuchern nahe bringen möchte. Die Problematik mit der Verschwendung organischer Materialien wird in vier Teilbereichen durch Pflanzen mit unterschiedlichem Nährstoffbedarf gezeigt.
Die Komposttheke mit ihren verschiedenen „Kompost – Kommoden“ demonstriert, welche Ausgangsmaterialien in den Kompostkreislauf gehören und welche nicht. „Spüren, riechen, greifen“, das sind die Stichworte, die diese Theke zum bevorzugten Treffpunkt der Gartenliebhaber macht. Ergänzend dazu sind im Kompetenzzentrum Grün in Form von Broschüren und Infomaterialien detaillierte Informationen, zum Beispiel zur Eigenkompostierung wie auch zum RAL Gütezeichen Kompost, erhältlich.
Dazu präsentiert sich die Gartenakademie Rheinland-Pfalz während der gesamten BUGA mit einem Ausstellungsbeitrag umweltschonender und naturgemäßer Gartenkonzepte. Und diese wiederum lassen sich auch „ohne Torfprodukte, leichtlösliche Mineraldünger und Pestizide“ verwirklichen. Damit unterstützen sie den nachhaltigen Einsatz von Kompost, wie aus dem Konzeptentwurf zum Thema Nährstoffkreislauf deutlich wird: „Pflanzen benötigen Nährstoffe zum Wachsen - aus Pflanzenresten entsteht über einen Abbauprozess, an dem sehr viele Kleinlebewesen, Pilze und Bakterien beteiligt sind, nährstoffreicher Humus. Indem die Pflanzenreste als Mulchmaterial direkt vor Ort bleiben bzw. über den garteneigenen Kompost wieder zurückgeführt werden, schließt sich auch hier wieder ein Kreis.“ Dazu passt die bundesweite Kampagne „Natur sucht Garten – Mehr Vielfalt in Deutschlands Gärten“ der Deutschen Gartenbau Gesellschaft (DGG), unterstützt durch das Begleitbuch „Natur sucht Garten - 35 Ideen für nachhaltiges Gärtnern“, in dem auch die Bodenpflege und der Einsatz von Kompost ausführlich beschrieben werden.
Weitere Informationen unter:
www.buga2011.de
www.gartenakademie.rlp.de