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RGK Südwest > Aktuelles

Neues von der RGK

Kompost Journal | Frühjahr 2017 - Ausgabe Nr. 25

20.06.2017 von Helmut Strauß

Biotonne schützt Klima und Ressourcen

Seit dem 1. Januar 2015 schreibt das Kreislaufwirtschaftsgesetz die flächendeckende Getrenntsammlung von Bioabfällen in ganz Deutschland vor. Und dennoch findet man auf der Deutschlandkarte heute noch immer viele weiße Flecken, in denen nicht getrennt gesammelt wird. Die zögerliche Haltung einzelner Landkreise und kreisfreien Städte, eine Biotonne einzuführen, sorgt dafür, dass wertvolle Bioabfälle mit dem Restabfall verbrannt werden, anstatt in hochwertigen Behandlungsanlagen vergärt oder kompostiert zu werden.

Der neue Ratgeber für Kompostbegeisterte!

24.04.2017 von Helmut Strauß

RGK-Kompost-Ratgeber startet mit Ausgabe 1 und 2

Immer am Puls des Geschehens - Uwe Honacker (rechts), hier mit Hermann Otto Hangen, einem unserer "Urgesteine". Foto: RGK Südwest

Unser nimmermüder Uwe Honacker hat eine alte Idee neu aufleben lassen – alles Wissenswerte zum Thema Kompost mal in einer übersichtlichen Reihe zu sammeln!

Die neue Ratgeber Reihe startet jetzt mit den Ausgaben 1 und 2 – lassen Sie sich überraschen und steuern Sie auch eigene Ideen oder Fragen bei.

Viel Spaß, Euer Team vom RGK!

02 | Kompost und Rasen (Neuanlage)

24.04.2017 von Uwe Honacker

Kompost und Rasen (Neuanlage)

Wer träumt nicht von einer schönen Gartenanlage mit einer dichtgrünen Rasenfläche die zum Spielen, Feiern und Ausruhen einlädt? Damit diese im eigenen Garten geschaffen werden kann, sind die folgenden drei Schritte bei einer Neuanlage zu beachten:

Die richtige Auswahl ...

Zunächst ist es wichtig, dass man die richtige Auswahl der Rasenmischung trifft. So wird je nach Lage und Nutzung auf die Licht- und Feuchtbedürftigkeit sowie auf die Trittfestigkeit der späteren Rasenfläche geachtet. Eine gute Beratung im Fachhandel und der Einsatz von Qualitätssaatgut sind auf jeden Fall lohnend. Zuvor kann auch ein einfacher Bodentest Klarheit über die Standortbedingungen in Sachen Bodenart, Nitrat-Gehalt und pH-Wert geben und so die perfekte Rasenauswahl erleichtern.

Die richtige Bodenvorbereitung ...

Ausreichend Nährstoffe, Sauerstoff, Feuchte und Temperatur im Oberboden sind wichtig für den idealen Rasenwuchs. Oftmals sind Böden jedoch unterversorgt und stark verdichtet - es drohen Staunässe und Luftabschluss im Wurzelraum. In diesem Fall ist Moos- oder Algenbefall sicher zu erwarten. Abhilfe schafft der vorbeugende Einsatz von strukturreichem Kompost. Dieser wird mit dem Rohboden oder Sand im Verhältnis 1:3 vermischt oder direkt am zuvor tiefengelockerten Standort oberflächig aufgebracht (einmalig 10 bis 20 Liter pro Quadratmeter) und leicht in den Oberboden eingearbeitet. Als wertvoller Bodenverbesserer sorgt das Humusmaterial für eine gute Bodenstruktur und ein reiches Bodenleben. Das schafft Porenvolumen und lässt Pflanzenwurzeln atmen und prächtig gedeihen. Zudem versorgt das biologisch aktive Material die spätere Rasenfläche langanhaltend mit allen wichtigen Hauptnährstoffen und Spurenelementen. Durch einen relativ hohen Anteil basischer Stoffe wirkt Biokompost zudem der Bodenversauerung entgegen und spart so manche Kalkdüngung.

Die richtige Aussaat ...

Damit Rasensamen keimt, muss der Boden eine Mindesttemperatur von fünf bis sechs Grad Celsius haben. Daher sind die Monate April und Mai bzw. August und September der beste Zeitpunkt für die Aussaat.

Ist der Boden gelockert, werden Steine, alte Wurzeln und Wildkräuter sorgfältig entfernt und die Fläche geebnet. Die Rasensaat wird möglichst gleichmäßig verstreut, leicht oberflächig eingeharkt und mittels Bodenwalze oder Trittbrett verdichtet. Danach ist es besonders wichtig, die Aussaat mit feiner Bewässerung gut feucht zu halten. Die Keimdauer einer Qualitätsrasenmischung dauert in der Regel aufgrund der verschiedenen Rasensorten in der Mischung bis zu drei Wochen.

Darum sollte die Neuansaat mindestens vier Wochen lang zweimal täglich gewässert werden. Am besten früh morgens und abends (Nicht in der Mittagszeit, da die Wassertropfenbei starker Sonneneinstrahlung einen Brennglaseffekt erzeugen und die Jungpflanzen geschädigt werden können). 

Der erste Schnitt des neuen Rasens sollte ab einer Wuchshöhe von etwa zehn Zentimetern erfolgen. Dabei ist auf ein scharfes Messer am Mäher zu achten, damit die noch zarten Rasenpflanzen nicht aus dem Boden gerissen werden. Um einen dichten Rasenteppich zu erhalten, sollte zudem die Schnitthöhe von circa fünf Zentimetern nicht unterschritten werden!

Im Folgenden ist weiterhin einwöchentliches Mähen zu empfehlen. Späteres Vertikutieren ist nur auf getrocknetem Boden durchzuführen. Danach kann eine Nachsaat sinnvoll sein.

Für eine gesunde Rasenfläche ...

Wächst der Rasen lückenhaft und vertrocknet schnell, bilden sich Blaualgen als unschöner, schwarzer Belag oder gar weiße Pilze in ringförmiger Anordnung als sogenannte Hexenringe, so sind meist Bodenverdichtung, Staunässe, Nährstoffmangel und fehlendes Bodenleben die Ursache. Verhindern lässt sich das durch den vorbeugenden Einsatz von strukturreichem Kompostmaterial im Rahmen der Bodenvorbereitung. Als idealer Nähr- und Dauerhumuslieferant werden Bodenverdichtung und Staunässe beseitigt und das Bodenleben gefördert. Zudem sorgt Kompost für eine ausgewogene Düngung mit den Hauptnährstoffen Stickstoff, Phosphat, Kalium und Magnesium sowie den wertvollen Spurenelementen Bor, Mangan, Molybdän und Eisen. Das stärkt die Widerstandskraft der Rasenfläche.

Bestehende Rasenanlagen erhalten im Frühjahr und Herbst eine Kompostgabe von zwei bis drei Liter pro Quadratmeter fein verteilt. Besonders nach einem Winterhalbjahr mit viel Schnee und Regen kann eine schnell verfügbare, reine Stickstoffgabe bzw. ein spezieller Rasendünger zusätzlich sinnvoll sein.